Reporting und Nachhaltigkeitsberichte

Zahlreiche Unternehmen wirtschaften verantwortungsbewusst, ohne dabei von Nachhaltigkeitsmanagement zu sprechen. Diese Unternehmen engagieren sich häufig mit einzelnen Aktivitäten, einen Fokus auf das Kerngeschäft oder die Verankerung in die Unternehmensstrategie findet jedoch häufig nicht statt. Obwohl

Zur unternehmerischen Nachhaltigkeit gehört unabdingbar der Nachhaltigkeitsbericht. Das bedeutet die Offenlegung derjenigen Informationen, die wichtig sind für Stakeholder eines Unternehmens oder einer Organisation. Ein guter Nachhaltigkeitsbericht schafft Transparenz, überzeugt durch Glaubwürdigkeit und kann Veränderung auf den Weg bringen.

Teil eines strategischen und wirkungsvollen Nachhaltigkeitsmanagement ist das transparente und ehrliche Reporting über unternehmerische Tätigkeiten und deren Auswirkungen. Die Unternehmen sollten über Strategien, Maßnahmen und Fortschritte in der Nachhaltigkeit mit ihren Dimensionen „Ökologie“, „Ökonomie“ und „Soziales“ berichten. Gleichzeitig können die Unternehmen ihre CSR-Berichte auch nutzen, um zu überprüfen, ob sie ihre gesteckten Ziele erreicht haben und ob sie auf dem richtigen Weg sind.

Effektiver Dialog mit internen und externen Interessensgruppen schafft Transparenz über unternehmerische Aktivitäten und wirtschaftliche Zwecke. Ein effektiver Nachhaltigkeitsbericht soll die Leser bewegen, aber auch Informationen transparent und verständlich vermitteln. Er führt zur Verständigung auf verschiedenen Ebenen und öffnet somit den Dialog mit Anspruchsgruppen.

Gesetzliche Berichtspflicht

Schon 2014 hatte die EU die entsprechende Richtlinie zur CSR-Berichtspflicht verabschiedet. Diese besagt, dass auch Daten zu Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelangen, zur Achtung der Menschenrechte und Korruptionsbekämpfung veröffentlicht werden müssen. Am 8.3.2017 hat nun der Bundestag das Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung in Unternehmen in ihren Lage-  und Konzernlageberichten verabschiedet.

Die EU-Berichtspflicht über nicht-finanzielle Leistungen gilt ab 2017. Dann müssen von den Unternehmen Daten zu Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelangen, zu Diversität, Menschenrechte und Korruptionsbekämpfung bereitgestellt werden. Sie gilt für Unternehmen des öffentlichen Interesses und mit über 500 Mitarbeitern. Doch davon sind längst nicht mehr nur die ganz großen, börsennotierten Gesellschaften betroffen. Über Lieferbeziehungen oder Verbindungen zu Kreditgebern sind dadurch auch kleine und mittelständische Unternehmen betroffen.

Unternehmen können sich zielgerichtet auf die Berichtspflicht vorbereiten, indem sie Verantwortung übernehmen und diese transparent machen. Weitere Informationen über die neue CSR-Berichtspflicht finden Sie in meinem Blog.

Berichtsstandards im Überblick

Transparenz ist die Voraussetzung für das Vertrauen von Menschen in  Unternehmen. Deshalb sollten Unternehmen auch nach anerkannten Standards über ihr Nachhaltigkeitsengagement berichten. Etablierte Reportingstandards erlauben es Unternehmen und Organisationen, ihre Stakeholder (Interessengruppen) systematisch und anhand festgelegter Kriterien und Kennzahlen über ihre unternehmerische Verantwortung und gesellschaftliche Rolle zu informieren.

Für eine integere Berichterstattung können sich Unternehmen an internationale und anerkannte Standards halten, die ihnen Orientierung geben. Die wichtigsten CSR-Berichtsstandards sind wie folgt:

  • Die Global Reporting Initiative-Leitlinien (GRI-Standards) sind ein umfassender Rahmen für Nachhaltigkeitsberichterstattung, der weltweit Anwendung findet und der von Organisationen genutzt werden kann, um ihre ökonomische, ökologische und soziale Leistung zu messen. Die GRI-Standards verlangen unter anderem genau definierte Kennzahlen zu den Dimensionen der Nachhaltigkeit.
  • Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) bzw. The Sustainability Code macht Nachhaltigkeit in Unternehmen transparent und auf der Plattform vergleichbar. Der DNK ist u.a. anerkannter Reportingstandard für die EU-Richtlinie zur Berichtspflicht von nichtfinanziellen Informationen in kapitalmarktorientierten Unternehmen. Als offizielle DNK-Schulungspartnerin unterstütze ich Unternehmen in der Umsetzung der Entsprechenserklärung zum DNK.
  • Die Unterzeichner des United Nations Global Compact (UNGC) stellen durch ihren jährlichen Fortschrittsbericht die Einhaltung der zehn Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umwelt und Korruptionsbekämpfung sicher.

Weitere, für die Berichterstattung relevante Standards sind die OECD-Leitsätze, die ISO-Norm 26 000 und die ILO-Kernarbeitsnormen.

Die Schritte zum Nachhaltigkeitsbericht

Die folgenden Schritte bieten Geschäftsführer, Entscheider und Beauftragte von Unternehmen, Institutionen und Organisationen die sich bereits mit den Auswirkungen ihrer Organisation auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft auseinandergesetzt haben, Umsetzungstipps zur Nachhaltigkeitsberichterstattung.

  1. Definieren Sie zuerst Ihre Vision und Strategie.
  2. Legen Sie danach die Rahmenbedingungen für Ihren Bericht fest.
  3. Identifizieren Sie Ihre Stakeholder und definieren Sie die wesentlichen Themen.
  4. Legen Sie Kennzahlen fest und sammeln Sie Daten und Informationen zu den wesentlichen Themen.
  5. Leiten Sie dann konkrete Ziele und Maßnahmen für Ihre Organisation ab.
  6. Schreiben, gestalten und verbreiten Sie den Nachhaltigkeitsbericht.
  7. Nach dem Bericht ist vor dem Bericht. Lassen Sie sich von den Lesern und Interessensgruppen Rückmeldung geben.
  8. Zuletzt, lassen Sie gewonnene Erkenntnisse in den nächsten Bericht einfließen.

Die JJ Sustainability Consultancy erstellt für ihre Kunden transparente und glaubhafte Nachhaltigkeitsberichte nach anerkannten Standards und unterstützt ihre Geschäftspartner aktiv in der Vorbereitung zum Nachhaltigkeitsbericht. Informieren Sie sich hier, über meine bisherigen Projekte in der Berichterstattung.